Wie öffne ich .dmp Dateien ?

Diese Frage stellte ich mir heute nach dem mich mein System mit einem „BLUESCREEN“ angrinste.
Verwenden von „Dumpchk.exe“ zum Ermitteln von Speicherabbildinformationen
Mithilfe der Datei „Dumpchk.exe“ von der Service Pack 3-CD können Sie alle vorstehend beschriebenen Informationen abrufen sowie die Adresse des Treibers erfahren, der die STOP-Meldung generiert hat. Diese Informationen können in vielen Fällen einen Hinweis darauf geben, wo Sie mit der Problembehandlung beginnen sollten. Bevor Sie „Dumpchk.exe“ ausführen, passen Sie die Eigenschaften der Eingabeaufforderung so an, dass die Höhe für die Fensterpuffergröße auf 999 eingestellt ist. Bei dieser Höhe haben Sie die Möglichkeit zurückzublättern, um die Ausgabe zu sehen. Geben Sie an der Eingabeaufforderung die folgende Syntax ein, um „Dumpchk.exe“ auszuführen:

Das folgende Beispiel enthält die Teile der Ausgabe, die die nützlichsten Informationen enthalten:

MachineImageType i386
NumberProcessors 1
BugCheckCode 0xc000021a
BugCheckParameter1 0xe1270188
BugCheckParameter2 0x00000001
BugCheckParameter3 0x00000000
BugCheckParameter4 0x00000000

ExceptionCode 0x80000003
ExceptionFlags 0x00000001
ExceptionAddress 0x8014fb84

Beachten Sie, dass nicht alle Abschnitte dieselben Informationen enthalten. Welche Informationen angegeben werden, ist vom Typ des STOP-Codes abhängig. Den vorstehenden Informationen können Sie den STOP-Code (0xc000021a) und die Parameter (0xe1270188, 0x00000001, 0x00000000, 0x00000000) sowie die Adresse des Treibers entnehmen, der die Ausnahme aufgerufen hat (0x8014fb84). Anhand dieser Adresse können Sie den Treibernamen identifizieren, indem Sie die Ausgabe der Datei „Pstat.exe“ analysieren, die im Resource Kit enthalten ist.

„Dumpchk.exe“ überprüft außerdem, ob das Abbild gültig ist.


Verwenden von „Pstat.exe“ zum Ermitteln von Informationen über den Treiber
Durch die Ausführung des im Resource Kit enthaltenen Dienstprogramms „Pstat.exe“ können Sie sich einen Überblick über die Prozesse und Treiber verschaffen, die gegenwärtig auf Ihrem System ausgeführt werden. Die für Diagnosezwecke wichtigste Information stellt die Liste der geladenen Treiber am Ende der Ausgabe dar. Hierzu müssen Sie „Pstat.exe“ nur aus der Befehlszeile ausführen. Die durch „Pstat.exe“ ermittelten Informationen können Sie unter Verwendung der folgenden Syntax in einer Datei zusammenfassen lassen:

pstat.exe > Dateiname

Das folgende Beispiel zeigt die Treiberliste am Ende der Ausgabe:

MODULENAME Load Addr Code Data Paged LinkDate
———————————————————————-
Ntoskrnl.exe 80100000 270272 40064 434816 Sun May 11 00:10:39 1997
Hal.dll 80010000 20384 2720 9344 Mon Mar 10 16:39:20 1997
Aic78xx.sys 80001000 20512 2272 0 Sat Apr 05 21:16:21 1997
Scsiport.sys 801d7000 9824 32 15552 Mon Mar 10 16:42:27 1997
Disk.sys 80008000 3328 0 7072 Thu Apr 24 22:27:46 1997
Class2.sys 8000c000 7040 0 1632 Thu Apr 24 22:23:43 1997
Ino_flpy.sys 801df000 9152 1472 2080 Tue May 26 18:21:40 1998
Ntfs.sys 801e3000 68160 5408 269632 Thu Apr 17 22:02:31 1997
Floppy.sys f7290000 1088 672 7968 Wed Jul 17 00:31:09 1996
Cdrom.sys f72a0000 12608 32 3072 Wed Jul 17 00:31:29 1996
Cdaudio.sys f72b8000 960 0 14912 Mon Mar 17 18:21:15 1997
Null.sys f75c9000 0 0 288 Wed Jul 17 00:31:21 1996
Ksecdd.sys f7464000 1280 224 3456 Wed Jul 17 20:34:19 1996
Beep.sys f75ca000 1184 0 0 Wed Apr 23 15:19:43 1997
Cs32ba11.sys fcd1a000 52384 45344 14592 Wed Mar 12 17:22:33 1997
Msi8042.sys f7000000 20192 1536 0 Mon Mar 23 22:46:22 1998
Mouclass.sys f7470000 1984 0 0 Mon Mar 10 16:43:11 1997
Kbdclass.sys f7478000 1952 0 0 Wed Jul 17 00:31:16 1996
Videoprt.sys f72d8000 2080 128 11296 Mon Mar 10 16:41:37 1997
Ati.sys f7010000 960 9824 48768 Fri Dec 12 15:20:37 1997
Vga.sys f7488000 128 32 10784 Wed Jul 17 00:30:37 1996
Msfs.sys f7308000 864 32 15328 Mon Mar 10 16:45:01 1997
Npfs.sys f7020000 6560 192 22624 Mon Mar 10 16:44:48 1997
Ndis.sys fccda000 11744 704 96768 Thu Apr 17 22:19:45 1997
Win32k.sys a0000000 1162624 40064 0 Fri Apr 25 21:17:32 1997
Ati.dll fccba000 106176 17024 0 Fri Dec 12 15:20:08 1997
Cdfs.sys f7050000 5088 608 45984 Mon Mar 10 16:57:04 1997
Ino_fltr.sys fc42f000 29120 38176 1888 Tue Jun 02 16:33:05 1998
Tdi.sys fc4a2000 4480 96 288 Wed Jul 17 00:39:08 1996
Tcpip.sys fc40b000 108128 7008 10176 Fri May 09 17:02:39 1997
Netbt.sys fc3ee000 79808 1216 23872 Sat Apr 26 21:00:42 1997
El90x.sys f7320000 24576 1536 0 Wed Jun 26 20:04:31 1996
Afd.sys f70d0000 1696 928 48672 Thu Apr 10 15:09:17 1997
Netbios.sys f7280000 13280 224 10720 Mon Mar 10 16:56:01 1997
Parport.sys f7460000 3424 32 0 Wed Jul 17 00:31:23 1996
Parallel.sys f746c000 7904 32 0 Wed Jul 17 00:31:23 1996
Parvdm.sys f7552000 1312 32 0 Wed Jul 17 00:31:25 1996
Serial.sys f7120000 2560 0 18784 Mon Mar 10 16:44:11 1997
Rdr.sys fc385000 13472 1984 219104 Wed Mar 26 14:22:36 1997
Mup.sys fc374000 2208 6752 48864 Mon Mar 10 16:57:09 1997
Srv.sys fc24a000 42848 7488 163680 Fri Apr 25 13:59:31 1997
Pscript.dll f9ec3000 0 0 0
Fastfat.sys f9e00000 6720 672 114368 Mon Apr 21 16:50:22 1997
Ntdll.dll 77f60000 237568 20480 0 Fri Apr 11 16:38:50 1997
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Total 2377632 255040 1696384

Anhand der Startadresse in der Spalte „LoadAddr“ können Sie die Ausnahmeadresse dem Treibernamen zuordnen. Wenn Sie 8014fb84 als Beispiel heranziehen, können Sie feststellen, dass „Ntoskrnl.exe“ die nächstgelegene Ladeadresse unterhalb der Ausnahmeadresse aufweist und somit wahrscheinlich der Treiber ist, der die Ausnahme aufgerufen hat. Mit dieser Information können Sie in der Microsoft Knowledge Base nach bekannten Problemen suchen, die auf Ihre Situation zutreffen.

Quelle Microsoft