HCL – Handball Club Leipzig – Relaunch Klops des Jahres

Eins vorweg, ich bin kein Webdesigner-in wie die Moni, sondern „NUR“ im Bereich SEO tätig. Wer aber von einem Relaunch spricht stellt Erwartungen in den Raum, Verbesserungen, Optimierung und neue Wege. Was sich allerdings einige „Webdesigner“ darunter vorstellen wird wohl für immer Ihr Geheimnis bleiben.

Das der Internetauftritt des HC Leipzig überarbeitet werden musste war abzusehen. Was dabei herausgekommen ist, und das muss ich als Leipziger der seit über einem Jahrzehnt im Internet unterwegs ist mal so hart sagen, strotzt nur so vor Inkompetenz.

Dieser „Versuch“ ist eines deutschen Meisters nicht würdig. Der Verein, der in Leipzig Vorreiter guter PR-Arbeit ist und sich wie kein zweiter präsentiert und vermarktet, stellt sich hierbei selbst die Beine. Es sollte ernsthaft überlegt werden, diesen Auftritt vom Netz zu nehmen um nicht Fans, Sponsoren und Gönner vor den Kopf zu stoßen.

Angefangen bei der Breite der Seite, die sich wie eine viel zu enges Korsett um die Massen von Inhalten schnürt bis hin zum Hintergrund, der mit nie endenden Logo und Kampagnen-Wappen der Seite eine Nervosität verleiht, wie man sie nicht einmal aus den Anfängen des WorldWideWeb kennt.

Der Header wurde einfach aus der alten Seite übernommen und gewissenlos als Eyecatcher verbraten. Er ziert die Seite wie ein Fremdkörper- Zack, der Deckel ist drauf.

Sich über die Struktur und Navigation auszulassen würde den Rahmen sprengen. Und das Thema SEF und SEO lasse ich mal ganz bei Seite. Ganze 4 Navigationsebenen auf jeder Seite lassen nämlich jeden erfahrenen Surfer verzweifeln. Sich hier ernsthaft zurechtzufinden ist eine zu große Herausforderung. Eine IKEA-Bauanleitung sollte als Vorseite geschalten werden. Ja, eine Web2.0-Anmutung liegt noch immer im Trend- bedeutet aber nicht, irgendwo Verläufe und harte Schattierungen in Topf zu werfen. Die Navigation-Säulen sind Körperverletzung. Eine Scroll-Leiste, im deutlich lieblos behandelten Contentbereich, aufzunehmen ist eine weitere dieser zahlreichen Verfehlungen.

Bevor man sich für so ein schlechtes Gerüst entscheidet und es dann gewissenlos wie einen Weihnachtsbaum bestückt, sollte man sich über die Zielgruppe und die Aussage des Ganzen im Klaren sein.

Über Geschmack lässt sich ja bekanntlicherweise streiten- über die Funktionalität und das Handling allerdings nicht. Der Typische HCL-Fan im mittleren Alter wird mit diesem Unfug nicht zurechtkommen. Anstatt Sponsoren und Premium-Gönner in alle noch freien Ecken zu pressen hätte man für sie einen würdigen Platz finden können. Ganz besonders betroffen: Nutrilite, die wie eine Verirrung zwischen Inhalt und Header gequetscht werden.

Findet man nach langer Suche auf www.hc-leipzig.de dann doch einmal das Impressum, sieht man, wer diesen lieblosen Haufen zu verantworten hat. Ja, www.ideen-strom.de, wir leben im Zeitalter der „Energie-Sparlampen“- aber doch bitte nicht im kreativen Bereich.n