City Tunnel Leipzig – Auf gehts die 1 Milliarde schafft Ihr

Foto: de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Broadway

Die magische 1 Milliarde Grenze für den Bau des Leipziger City Tunnel rückt in greifbare Nähe. Das einst für knappe 500 Millionen veranschlagte Bau- und Prestige Projekt beschäftigt nun auch den Landesrechnungshof. Die Zahlen überschlagen sich: im Herbst 2009 wurden die laufenden Kosten für den Bau des Leipziger Citytunnel bereits auf knapp 900 Millionen Euro korrigiert, im Februar 2010 fehlen nur noch 40 Millionen bis zur Milliarden-Grenzen.

Die neuen “Korrekturen” der Baukosten für den Tunnel sind nach Angaben der Deges, der Bahn- und Projektmanagement Gesellschaft, zurückzuführen auf Verzögerungen. Bereits “Pfusch am Bau” und Probleme mit dem Untergrund des Tunnels ließen die Kosten in der Vergangenheit explodieren.

Was bleibt sind Fragen über Fragen. Wer hat das zu verantworten? Wem kann man für die fast 500 Millionen haftbar machen? Bei dieser Summe, mit welchen das Projekt über das geplante Budget darüber hinaus schießt, platz mir als Geschäftsmann die Halsschlagader. Das ganze für 3 S-Bahn Haltestellen wohlgemerkt.


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11 Responses to “City Tunnel Leipzig – Auf gehts die 1 Milliarde schafft Ihr”

  1. Brainstorm sagt:

    Das dieser ganze Irrsinn mal so ausartet, hätte wohl damals keiner gedacht. Man sollte diese raffgierigen und dazu unkompetenten Ingenieure und deren Handlanger zur Verantwortung ziehen (und anschließend das Handwerk legen!). Überhaupt, das ganze Projekt ist doch eine Totgeburt. So ein Wahnsinn um von Bayrischen Bahnhof zum Hauptbahnhof zu kommen^^ Das kann man gerne im Spaziergang erledigen oder mit dem Fahrrad. Die Planer und Strippenzieher sollten für das Desaster aufkommen!

  2. tom sagt:

    Ist wirklich angeberischer Schwachsinn. Hier fallen reihenweise die Häuser ein, die Schlaglöcher sind mit einigen Stücken Straße verbunden und man baut einen Tunnel. Übrigens ist der Bayrische Bahnhof auch sehr gut mit der Straßenbahn zu erreichen.

  3. [...]Die Leipziger haben sich wieder einmal verspekuliert. Dieses Mal geht es um die Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL). Bis Freitag sollen die KWL insgesamt EUR 84 Millionen an die „Geldhäuser“ überweisen. Als erste Tranche des Entgegenkommens sozusagen. Lesen Sie mehr über Leipziger Jauchegrube: Wenn der Capo sein Wasserwerk besichtigt[...]

  4. tutnichtszursache sagt:

    Na ja, man sollte sich schon mit der gesamten Materie beschäftigen, bevor man über das Projekt Citytunnel herzieht. Dieser dient doch nicht nur dazu um vom Hbf zum Bayrischen zu kommen sondern ist nur ein kleines Rädchen in einem grßen System…

  5. Johannes9126 sagt:

    @ tutnichtszursache

    Ein kleines Rädchen im großen System? Das einzige was damit erreicht wird ist daß ein paar Krautbauern schneller mit der S-Bahn in die Stadt kommen und wieder zurück. Ein Umweg um die Stadt wird vermieden. Der Anschluß ans große Eisenbahnnetz ist das trotzdem nicht, da große Züge (ICE) nicht durchpassen und die Elektrifizierung südlich von Leizig aufhört…
    Und für die Sanierung von Straßen und Straßenbahnschienen ist kein Geld da…

  6. schniebs sagt:

    “bis zur Milliarden-Grenzen”
    “Wem kann man für die fast 500 Millionen haftbar machen?”
    “Bei dieser Summe, mit welchen das Projekt über das geplante Budget darüber hinaus schießt, platz mir als Geschäftsmann die Halsschlagader.”
    wenn sie dereinst, durch den citytunnel fahrend, zeit fänden, ihre defizite sowohl in grammatik als auch in rechtschreibung abzubauen, hätte sich die eine milliarde schon gelohnt.

  7. Paarbierkorb sagt:

    ich als Leipziger schäme mich für dieses Projekt: ein absolut sinnloses Bauprojekt das mehr Kosten verursacht als einbringt und die am Ende die Stadt Leipzig und ihre Bürger zahlen müssen.
    Die Verantwortlichen werden ihre Köpfe wieder geschickt aus der Schlinge ziehen und sind verschwunden. Dank unserer tollen Bürokratie werden die Leute auch niemals rechtzeitig zur Rechenschaft gezogen. Was am Ende übrig bleibt ist ein überteuertes Prestige-Objekt was der instabilen Infrastruktur Leipzigs nicht standhalten wird. (Leipzig war mal Moorgebiet!)
    So ist das nun mal wenn inkompetente Leute sich im Leipziger Rathaus wie die Axt im Wald benhmen dürfen und ihren Größenwahnsinn nacheifern dürfen!
    Vielen Dank lieber OB Junk!

  8. Sebastian sagt:

    Dieses Bauwerk ist meiner Meinung nach eine Verschwendung hoch zehn. Guckt euch doch mal die S-Bahn in Leipzig an, da fährt kaum einer mit und die Regional-Züge die paar mal am Tag in Richtung Vogtland fahren, die können auch weiterhin die alte Strecke fahren.

    Statt mal den armen und obdachlosen zu helfen oder mal unsere Straßen zu flicken, wo ich alleine schon dieses Jahr 2 Alufelgen geschrottet habe wegen Schlaglöchern zwischen 10 und 20 cm tiefe, wird lieber in so einen Mist investiert.

    Nun wird wo auch noch die Grundsteuer angehoben wie ich lesen musste und wenn ich dann wie letztens einen BMW M3 sehe, mit dem Anschein nach Zulassung auf unsere Stadt Leipzig und dann das große gejammere, dass kein Geld mehr da ist, da fehlen mir die Worte. Da kriegt man einen ganz dicken Hals …

  9. Reinsteckefuchs sagt:

    @schniebs

    typisches Gutmenschen- Gelaber. Was will man auch von Typen ihres Coleur erwarten, wenn schon ein Wildschwein Essen zwischen Merkel und Bush (2006) über 8,7 Mio an Steuergelder verschlungen hat. Was sind denn dann schon 500 Mio mehr für den City Tunnel anhand der Bauzeit gerechnet?

    Am Ende zahlt die Zeche der Steuerzahler und nicht die Verantwortlichen, die sich die Taschen voll gestopft haben.

    Die Geld-gebende Kuh der Steuerzahler ist gemolken. Die Brieftaschen sind leer. Man kann nur Hoffen, dass dieser Artikel in einem breiten Spektrum bekannt wird. Das ist eine Sauerei größten Ausmaßen.

  10. Rentner sagt:

    Wahrscheinlich ist es doch so, dass das Geld sonst an anderen mehr oder weniger sinnvollen Stellen verpulvert würde.Vielleicht haben wenigstens regional ansässige Firmen etwas von dem durch dieses Vorhaben verursachten Bauvolumen. Für mich als Leipziger, der im Stadtteil Alt-Lindenau wohnt, kann ich beim besten Willen keinen verkehrstechnischen Vorteil für die Zukunft ausmachen.
    Mir tun nur alle Gewerbetreibenden leid, die durch dieses Vorhaben bis an den Rand der Verzweiflung getrieben wurden und die Anwohner, die den Höllenlärm der vielen Baustellen ertragen mußten.

  11. ConyPony sagt:

    Hallo.
    Weiß denn jemand wie sich die Kosten nun schlussendlich aufgeteilt haben, zw. Freistaat Sachsen, Stadt Leipzig und der Bahn AG? Eine zugehörige Quelle würde ich auch sehr begrüßen.
    Dank an alle.

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